Internationales Familien- und Erbrecht

Unter dem Begriff Internationales Familien- und Erbrecht versteht man die rechtlichen Grundlagen eines Landes, die sich mit internationalen Sachverhalten befassen.

Im deutschen Recht sind dies insbesondere das Einführungsgesetz zum Bürgerlichen Gesetzbuch (EGBGB) und eine Vielzahl europäischer Verordnungen sowie bi- oder multilaterale Verträge.

Neben politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Verflechtungen hat die Globalisierung auch im familiären Bereich Auswirkungen. Binationale Ehen, internationale Adoptionen, im Ausland belegenes Vermögen usw. bedürfen einer besonderen rechtlichen Beurteilung. Jeder Sachverhalt der einen Auslandsbezug aufweist, muss zunächst dahingehend geprüft werden, nach welchem Recht er zu beurteilen ist. Die Frage nach dem anwendbaren Recht, ist hierbei nicht immer leicht zu beantworten. Aus der Sicht der beteiligten Nationen kann eine rechtliche Frage, bspw. nach den Scheidungsfolgen, völlig verschieden beantwortet werden. Ganz entscheidend kommt es deshalb im Rahmen von gerichtlichen Verfahren darauf an, welche Gerichte eines Landes international zuständig sind. Denn jedes Gericht legt einem Verfahren zunächst das eigene (internationale) Recht zu Grunde, um das anwendbare Recht zu ermitteln.

Die Komplexität des internationales Rechts eröffnet im Einzelfall Gestaltungsräume, die geschickt genutzt werden können z.B. bei der Erstellung von Eheverträgen oder testamentarischen Verfügungen. Die Kanzlei Kreidekreise berät Sie gern bei Fragen mit Auslandsbezug.