Nachehelicher Unterhalt

Ein Anspruch auf nachehelichen Unterhalt kann sich aufgrund von Krankheit, Alter, Erwerbslosigkeit oder wegen der Betreuung gemeinsamer Kinder (Betreuungsunterhalt) ergeben. Die Unterhaltsreform 2007 veränderte das Unterhaltsrecht nachhaltig, eine pauschale Beurteilung ist nicht mehr möglich.

Tipp: Der nacheheliche Unterhalt wird ganz individuell als Einzelfallentscheidung von den Gerichten beurteilt.

Wir beraten Sie gern über Chancen und Risiken.

Auch das Urteil des Bundesgerichtshofes (BGH) vom 18.03.2009 setzt neue Maßstäbe. In der Pressemitteilung des BGH heißt es:

Für die Zeit ab Vollendung des dritten Lebensjahres steht dem betreuenden Elternteil nach der gesetzlichen Neuregelung nur noch ein Anspruch auf Betreuungsunterhalt aus Billigkeitsgründen zu (s. o.). Damit verlangt die Neuregelung allerdings regelmäßig keinen abrupten Wechsel von der elterlichen Betreuung zu einer Vollzeiterwerbstätigkeit. Nach Maßgabe der im Gesetz genannten kind- und elternbezogenen Gründe ist auch nach dem neuen Unterhaltsrecht ein gestufter Übergang bis hin zu einer Vollzeiterwerbstätigkeit möglich.

Im Rahmen der Billigkeitsprüfung haben kindbezogene Verlängerungsgründe das stärkste Gewicht. Vorrangig ist deswegen stets der individuelle Umstand zu prüfen, ob und in welchem Umfang die Betreuung des Kindes auf andere Weise gesichert ist. 

Zum politischen Hintergrund des Betreuungsunterhalts lesen sie hier mehr.